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23.06.18 LLB Murau (MT)

Landesleistungsbewerb Murau – Platz 4 in Bronze A

Murau rückte vergangenes Wochenende ins Zentrum des steirischen Feuerwehrwesens. Der 54. Landesleistungsbewerb verbunden mit dem 134. Landesfeuerwehrtag wurde vom 22.-23.06.2018 ausgetragen.

Nach einer schwierigen Saison mit großem Verletzungspech haben wir es dennoch geschafft uns in nur zwei Übungswochen für Bronze so vorzubereiten, dass wir mit einem guten Gefühl nach Murau fahren konnten. Wir reisten bereits am Freitag  Nachmittag an und bezogen unser Quartier am Hauptplatz von Murau. Da wir mit unserem MTF im Autokorso der Feuerwehr-Oldtimer stecken blieben, mussten wir unser Trainingsgelände für den nächsten Tag zu Fuß begutachten. Potschert :-)

Am Bewerbstag frühstückten wir pünktlich um 6:30 Uhr und nach dem anschließenden Warmup Training begaben wir uns zum Bewerbspaltz.

Bronze A:
Aufgewärmt und voll konzentriert marschierten wir auf die Bahn 4 und bereiteten das Gerät vor. Der Angriffsbefehl erfolgte und wir starteten unseren Durchgang. Das einzige aber leider auch zeitraubende Problem trat relativ früh auf. Unser 4er hakte beim Kuppelvorgang des ersten Kupplungspaares mit dem Fuß beim Saugkopf ein und stürzte. Dabei ging nicht nur wertvolle Zeit verloren sondern auch die Saugschläuche wurden derart verschoben, dass ein reibungsloses Kuppeln nicht mehr möglich war. Der restliche Durchgang verlief dann OK und wir konnten die Zeit bei 33,68 sec. stoppen. Den Staffellauf, der leicht bergab ging absolvierten wir in 49,67 sec.

Im Nachhinein betrachtet war die Enttäuschung relativ groß, weil man wusste da wäre mehr drinnen gewesen. Im Laufe des Tages schwenkte man dann aber doch über......."4. Platz von allen steirischen Gruppen musst halt auch mal schaffen."

Silber A:
Kurz aufgewärmt und neu konzentriert marschierten wir wieder auf Bahn 4 ein. Die Auslosung ergab eine Formation mit der wir relativ gut leben konnten. Eine gute Zeit erschien daher im Bereich des Machbaren. Der Löschangriff konnte dann auch ohne gröbere Probleme absolviert und die Zeit bereits bei 37,17 sec. gestoppt werden. Im gleichen Durchgang absolvierten mit Kleinfrannach und Auersbach auch starke und direkte Konkurrenten ihre Silber-Durchgänge. Ein kurzer Blick auf die Zeitnehmungen ließ Hoffnung aufkeimen, da unsere Zeit in diesem Durchgang die schnellste war. Zu diesem Zeitpunkt wusste nur unser 6er, dass wir nicht fehlerfrei sein werden. Nach dem Aufstellen zur Bewertung erfolgte die Ernüchterung. Die Bewertung ergab 30 Fehlerpunkte für uns. Im letztmöglichen Zeitpunkt (5er war bei geschlossenem Saugkopf  weg und nur mehr der 6er musste die Saugleitung gefühlte 5 cm zu Boden legen) hatte sich die Kupplung des Saugkopfes geöffnet. Weiters hielt auch der Knoten der Leine nicht. Schwer enttäuscht fuhren wir mit dem Bus zum Staffellauf. Die Aufstellung zum Staffellauf ergab, dass wir direkt gegen Kleinfrannach und Auersbach zum Laufen kommen. Dabei wurde die Idee geboren, dass wir ja eine Runde Bier mitlaufen lassen könnten. Dieser Umstand motivierte uns anscheinend so, dass wir mit 48,73 sec. den schnellsten Staffellauf des gesamten Bewerbes absolvierten.

Auf den Parallelbewerb der besten 8 steirischen Gruppen in Bronze A freuten wir uns aber dann dennoch schon wieder.  Vor unseren mitgereisten Schlachtenbummlern legten wir dann gemeinsam mit 7 anderen steirischen Gruppen los. Super gekuppelt, Leine oben und hinaus ging es. Ab dem Verteiler zeigten wir nicht unsere beste Performance und trotzdem konnte die Zeit bei 31,02 sec. gestoppt werden. Nach Falkenstein (29,99 sec.) und Baumgarten (30,94 sec.) war das die drittschnellste Zeit. Jetzt musste es nur noch fehlerfrei sein und wir hatten einen Podestplatz. Aber dieser blieb uns auch im Parallelbewerb verwehrt. Beide Reserveschläuche rollten nicht zur Gänze aus und auch das 2. Rohr war beim Verteiler nicht weit genug aufgedreht. In Summe kamen somit 20 Fehlerpunkte hinzu und Endrang 7 war die Folge.

Bei der abschließenden Siegerehrung durfte unser Gruppenkommandant zumindest den Pokal für den 4. Patz in Bronze A in Empfang nehmen.

Abschließend möchten wir allen Siegern und Medaillengewinnern in den jeweiligen Klassen auf das Herzlichste gratulieren und unseren Schlachtenbummlern fürs Nachkommen danken.

Wie schnell wieder eine Saison vorbei ist wurde uns nach dem Ende der Siegerehrung bewusst. Es war nicht unsere beste Saison, vielleicht auch etwas vom Erfolg der vergangenen Jahre verwöhnt. Wir sind aber als Team an dieser Situation gewachsen und können mit Stolz behaupten wieder einiges bewegt zu haben. So erlebten wir in dieser Saison viele Schöne Momente, hatten aber auch mit großen Schwierigkeiten zu tun. All dies hat uns geformt und auch bereichert. Das schönste an der Sache ist aber, dass wir ein Haufen an verrückten Freunden sind die gemeinsam für diese ehrenamtliche Sache kämpfen und uns Woche für Woche mit den Besten Teams im Bewerbsgeschehen matchen. Mal gehts besser, mal eben schlechter. Aber genau das machts wahrscheinlich so spannend.

Somit ist die Bewerbssaison für uns offiziell beendet und die Kupplungsschlüssel werden für 2018 an den Nagel gehängt.

 

(Foto: LFV Steiermark)


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